„Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?“ (Matthäus 6, 26)
Diese Worte, aufgeschrieben im Matthäusevangelium, sprach Jesus zu seinem Volk und zu seinen Jüngern in der Bergpredigt. Er nutzte den Vergleich, um den Menschen zu damaliger Zeit und auch uns heute zu verdeutlichen, dass wir uns im Leben um nichts sorgen müssen. Er bringt als Beispiele, dass wir uns weder Gedanken machen müssen, was wir morgen zu essen und trinken haben werden, noch was wir anziehen können.
Seitdem ich auf der Welt bin, musste ich mir noch nie Sorgen um Grundbedürfnisse wie Nahrung oder Kleidung machen. Das ist ein großer vergessener Segen, den ich jeden Tag als selbstverständlich wahrnehme, da ich es bisher nicht anders erfahren habe. Gott sei Dank darf ich so wie die meisten Menschen hier in Deutschland im Überfluss leben.
Dass unser familiärer Überfluss nicht übermäßig groß ist, ist bei einer vierköpfigen Familie mit aktuell nur einem Gehalt wenig überraschend. Unter den Automarken wären wir wahrscheinlich ein Toyota – wir können zwar nicht mit großen PS auftrumpfen, dafür laufen wir verlässlich.
Auch wenn ich mir den oben genannten Bibelvers aufgrund unseres Wohlstandes bisher nicht zusprechen musste, spricht er doch mitten in mein Herz. Denn Jesus ermutigt mich, großzügig zu geben und darauf zu vertrauen, dass er uns immer mit dem täglichen Brot (dem Notwendigen) versorgen wird.
Ich selbst habe die Auswirkungen der Großzügigkeit schon viele Male als Beschenkte erlebt, sei es in Form von geschenkten Kindersachen, Möbeln, überlassenen Handys, Geldscheinen, Gastfreundlichkeiten und noch vieles mehr. Das waren für uns immer dankbare Segensmomente. Wenn wir den Segen nicht nur für uns behalten, sondern weitergeben, indem wir andere unterstützen, befinden wir uns in einem Kreislauf, der Gott gefällt.
Gebt, was ihr habt, dann werdet ihr so überreich beschenkt werden, dass ihr gar nicht alles aufnehmen könnt. Mit dem Maßstab, den ihr an andere anlegt, wird man auch euch messen. (Lukas 6, 38)
Eine schöne Anekdote dazu ist die Herzenshaltung einer Freundin, die im Supermarkt für Kunden in der Schlange vor ihr einspringt, wenn diese ihre Geldbörse vergessen haben. Wer kennt sie nicht, diese panischen Suchmomente an der Kasse nach einem Großeinkauf. Sie schenkt der Person den Einkauf und erwartet keine spätere Begleichung. Häufig erlebt sie Wochen danach in einem ganz anderen Kontext Segen.
Dass sich großzügige Taten aber nicht nur materiell ausdrücken lassen, hat ein jeder von uns sicherlich schon erlebt. Ich erinnere mich dabei an einen Besuch bei Freunden meiner Schwiegereltern, die als brasilianische Missionare in Zürich, einer der teuersten Städte weltweit, leben.
Ihre Wohnung war sehr klein, einfach und mit dem Nötigsten eingerichtet, aber der Raum war voll von Gastfreundschaft. Als die Frau, der ich an diesen Tag das erste Mal begegnete, zu Ehren meines Geburtstages eine kleine Torte aus der Tiefkühltruhe rausholte, war ich sehr ergriffen. Denn auch wenn die Torte nicht die Welt gekostet hatte, hatten sie in meinen Augen viel für mich ausgegeben. Viel Nächstenliebe.
Es gibt so viele Formen von Großzügigkeit und ich bin mir sicher, dass du mir auch ganz viele Beispiele aus deinem Leben erzählen könntest. Gott freut sich so sehr an deinem Ehrenamt, deinem sozialen Engagement, deiner uneigennützig helfenden Hand, deinem offenen Ohr, deiner ermutigenden Worte, deiner materiellen sowie finanziellen Spende. Vergiss nicht, welchen Unterschied du machst. Du bist ein Segen für diese Welt!

Parabéns Clara, gostei muito de sua reflexão. Grande abraço com carinho ❤️
Muito obrigada Celso pelas suas palavras e pelo seu engajamento no blog
Clara das ist eine grosse warheit. Hier in Brasilien haben wir das viel erlebt in unsere familie. Es ist wirklich ein Gottes segen wen andere uns helfen wen man in not ist. Und Gott ist immer treu und achtet auf unser leben.
Das stimmt, Gott sei Dank 👐