„Wow, wenn das wirklich beides eintreten würde“, ich erinnere mich an ein Leuchten in meinen Augen, „dann würde dieses neue Jahr unser Leben ganz schön umkrempeln“. Diese Vorstellung fand ich so aufregend, dass ich die Hand meines Mannes noch fester drückte.
Es war Januar 2021 und wir spazierten Hand an Hand durch den schneebedeckten Olympiapark. Wir tauschten uns über unsere Visionen für die Zukunft aus. Träumen, ja, das mag ich. Schon als Kind fühlte ich mich in frei erfundenen Welten wohler als in so mancher Realität. Es brauchte aber nicht lange und die ersten Selbstzweifel machten sich in mir breit. „Wie sollen wir das überhaupt schaffen? Räumlich, finanziell, das ist doch total absurd.“ …
Mein Mann trug schon länger den Wunsch in sich, noch einen Master zu studieren. Der Schritt der Verwirklichung fiel ihm aber sehr schwer, da er mit Ankunft in Deutschland gleich einen Vollzeitjob fand und das fixe Gehalt sein Bankkonto zum ersten Mal gut füllte. Was er nicht konnte, wurde dann durch die Corona Krise erledigt. Der Virus kickte ihn Ende 2020 unfreiwillig in Kurzarbeit.
Nach dem kurzen Schock sahen wir aber auch die Möglichkeit, die sich nun auftat. Er fertigte seine Bewerbung für die Technische Universität München an, die ihm viel Zeit und Nerven kostete. TOEFL Test, Essay, uni-assist Prüfung für ausländische Bewerber, die Uni überließ nichts dem Zufall. Gott sei Dank schenkte ihm die Kurzarbeit dafür aber die benötigten freien Kapazitäten.
Mein Mann könnte also bald wieder die Schulbank drücken, und ich? Ich träumte davon, dass erste Mal Mama zu werden. Wir warteten seit einem halben Jahr auf einen positiven Test. Irgendwann musste es ja mal klappen, dachte ich mir im Stile von „Neues Jahr, neues Glück“.
Vor uns baute sich der Olympiaturm auf, fast wie ein unüberwindbares Hindernis, das sich unseren Plänen in den Weg stellte. Dementsprechend meldeten sich auch meine Sorgen zuverlässig zurück. Ich begann zu kalkulieren. Sollten tatsächlich beide ersehnten Ereignisse eintreten, dann müssten wir zum Ausgleich unserer Ausgaben unser volles Elterngeld verprassen, auf Bafög hoffen und zusätzlich unser Erspartes anknabbern. Keine rosige Aussicht für mich.
Mein Mann beruhigte mich aber schnell. „Für die Verwirklichung beider Themen brauchen wir zwei Wunder. Es liegt allein an Gott, wir können nichts mehr dazu tun. Und wenn er es will, dann versorgt er uns auch mit allem, was wir dafür brauchen. Er kennt unsere Nöte und lässt uns nicht im Stich.“ Bäm, das saß!
In Johannes Kapitel 10, Vers 10 steht, dass Jesus seinen Nachfolgern Leben im Überfluss gibt. Mein Mann ist in Hinsicht auf dieses Gottvertrauen viel gefestigter und trainierter als ich. Er wuchs als Sohn eines Pastors auf, der seine Arbeit im Missionsdienst ausübte. Viel Geld hatten sie nie, dafür aber eine große Portion Vertrauen in Gottes Versorgung.
Wie es ausging, kannst du wahrscheinlich schon erahnen. Mein Mann bekam den gewünschten Studienplatz und vor mir lagen unglaubliche 40 Wochen Schwangerschaft. Es war rückblickend so, wie Jesus uns versprochen hatte. Über die Höhen und Tiefen, die wir während dieser Zeit erlebten, schreibe ich ein anderes Mal.
Falls du gerade an Gottes Versorgung in bestimmten Lebensbereichen zweifelst, lade ich dich ein, ihm heute deine Sorgen zu teilen. Einfach mit Gott reden. Ganz so wie es im berühmten Zitat von Luther heißt „Bete du und lasse Gott sorgen“.

Wie schön das wir in diesen Vertrauen leben können!!!!
Machs gut!
Danke Richard, viele Grüße nach Brasilien
Muito bom Clara, fiquei feliz com a Sua iniciativa de escrever , e eu posso ler em português… Que Deus te ilumine grandemente.
com carinho ❤️
Muito obrigada sogro e pastor
…..und nun habt ihr es geschafft – eine tolle bald vollzählige Familie, ich wünsche euch ein wunderschönes Zusammenleben und ich hoffe wir sehen uns bald wieder.
Hallo Andrea, wie schön, dass du hier schreibst und Danke für deine Wünsche. Bis ganz bald!!